Drucken

Der Khan von Llardrien

 

Das llardrische Volk wird regiert von Rchohdim ap Tardok, Khan des grenzenlosen llardrischen Chanates, Bewahrer, Beschützer und Verteidiger der grünhäutigen Brüdervölker der Orksteppe, Bannerherr der Söldlinge, oberster Molochai aller Gilden, Khagan Alchokas, erster Vertrauter und Verkünder des Hexameron, legitimer Erbe des Helden Chevjak, Bezwinger des Fleesich. Dieser regiert in einer Tyrannis (allerdings nicht im Sinne einer Tyrannei, wie es heute meist verstanden wird, sondern im guten griechischen Sinne einer Alleinherrschaft), die den mittelasiatischen Khanaten (auf llardrisch übrigens "Chanate" gesprochen) nachempfunden ist.
Die Regierung wird gestützt durch die Berater des Khans, genannt die Molochai, von denen jeder eine Art "Fachbereich" hat, was soviel heißt, wie daß es zum Beispiel drei Molochai für magische Angelegenheiten, diverse Kriegsmolochai und sechs Molochai für göttliche Angelegenheiten gibt. Als untergeordnete Regierungseinheiten gibt es lediglich die Obmänner der Städte, d.h. eine Art "Bürgermeister", die teilweise gemeinsam mit einem kleinen Beraterstab die lokalen Angelegenheiten regeln, oder sie vor dem Khan präsentieren.
Es gibt keine weiteren Grafen, Barone oder ähnliches und dementsprechend auch keine vererbbaren Lehen. Es ist möglich, daß der Khan  einer beliebigen Person, die sich um das Land verdient gemacht hat, ein Art Lehen, also einen, je nach Verdienst, Gutshof, eine Burg oder ein Schloß mit zugehörigem Gelände, auf Lebenszeit vermacht. Danach fällt dies aber sofort wieder an den Khan zurück.
Im Prinzip gehört alles dem Khan, es gibt aber trotzdem private Gebiete, wie zum Beispiel die Felder einiger Großbauern, die Grundstücke in Städten zum Beispiel sind fast alle Privateigentum und ähnliches.

Der Khan wird von den Llardriern, wie auch schon der obige Auszug aus den vielen Titeln, mit denen er bedacht wird, deutlich macht, als mehr als nur hier Herrscher angesehen. Er ist das Land, er ist derjenige, der die vielen Völker eint und stärkt, er ist ein realer Mythos, ein Herrscher, zu dem man nicht aufblickt, weil es sich so gehört, sondern weil er allen Ernstes ein Held ist (und auch weil er sehr groß ist).

Dies führt zu allerlei Huldigungen, welche in Llardrien sehr üblich und völlig normal sind. Ein "Lang lebe der Khan" lautstark zu rufen, nachdem der ehrenwerte und allweise Herrscher genannt wurde ist hierbei nur der offensichtliche Teil. Dieser Ausruf ist übrigens in Llardrien inzwischen fast zu einem Gesetz geworden und je nach Gegend wird man schief angesehen, scharf angefahren, verprügelt oder gar erschlagen, wenn man diesem Auspruch nicht folgt. Der Ausruf ist allerdings nicht notwendig (aber dennoch möglich), wenn der Sprecher ohnehin bereits eine angemessene Lobpreisung in seine Nennung des allmächtigen Khans eingebaut hat. Dies ermöglicht zum Beispiel einem Geschichtenerzähler seine Geschichte auch mit spannenden Momenten zu erzählen, ohne ständig unterbrochen zu werden und Geschichten über den größten Krieger aller Zeiten sind natürlich immer wieder zu hören.